Wer ist die neue Heidekönigin?

Für sie ist ein Kindertraum in Erfüllung gegangen – die neue Schneverdinger Heidekönigin Johanna Stuhlmacher aus Heber sagt von sich selbst „Ich wollte schon immer Heidekönigin werden“. Und sie will mit ihrem Amt nicht nur Schneverdingen und die Heide repräsentieren, sondern auch mit Vorurteilen aufräumen – zum Beispiel, dass auf dem Dorf nichts los ist.


Die neue Heidekönigin wurde 1991 in Soltau geboren – außer ihrem Bruder Julius, 25 Jahre alt, hat es in der Familie immer Pflegekinder gegeben. Und auch Johanna engagiert sich gern sozial und ökologisch: Nach dem Abitur in Schneverdingen hat sie ein freiwilliges ökologisches Jahr auf dem Martinshof in Uelzen, einer Einrichtung für 60 Menschen mit Behinderung, absolviert. Ihre Ausbildung zur Hauswirtschafterin mit dem Schwerpunkt Direktvermarktung in Lahdes Hofladen in Heber hat sie mit Auszeichnung abgeschlossen, den 1. Platz im Bundeswettbewerb in ihrem Beruf belegt. Aber die junge Frau aus Heber verfolgt weiter ehrgeizige Ziele: Sie hat nach ihrer Ausbildung die Fachschule für Hauswirtschaft in Celle besucht, jetzt will sie sich berufsbegleitend zur Dorfhelferin ausbilden lassen – aktuell kann man sie im Gasthaus Vollmer in Heber treffen, wo sie im Service arbeitet; vielleicht eine gute Gelegenheit, die Schneverdinger Heidekönigin einmal ganz hautnah und unmajestätisch kennenzulernen.

Heidekönigin wollte ich immer schon werden
— Johanna Stuhlmacher, Heidekönigin 2019
© Fotos: T. Lenthe

© Fotos: T. Lenthe

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Aber auch der Landwirtschaft fühlt sie sich eng verbunden, hilft gern ihrem Onkel auf dessen Hof. Hier schließt sich der Kreis, denn Dorfhelferinnen springen in Notfällen auf landwirtschaftlichen Betrieben ein, betreuen Kinder und andere Familienangehörige, schmeißen den Haushalt, wissen aber auch, wo es auf einem Hof überall anzupacken gilt.

Johanna Stuhlmacher freut sich vor allem auf das Königinnentreffen, auf dem sie von den anderen Majestäten vieles über deren Heimatregionen und den Ideen, die mit den jeweiligen Ämtern verbunden sind, erfahren möchte.

Quelle: Böhme-Zeitung, Interview erschienen am Freitag, dem 23.08.2019